Rückblick · 4. November 2026
Fotos und Video: Michael Selck (Handyfotos aus dem Publikum) · Fakten zu den Preisen: Nachbericht der Universität Rostock
Rund 400 Gäste, drei Tracks am Tag und am Abend „Pitch & Connect“ im Theater des Friedens: Der MVpreneur Day hat am 4. November 2026 in Rostock Forschung, Gründung und Wirtschaft zusammengebracht. Ich war zum Abendprogramm dort, und es wurde einer der besten Netzwerkabende dieses Herbstes.
Den MVpreneur Day organisiert das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) der Universität Rostock seit 2012. In diesem Jahr lief er als Transfer Edition, ausgerichtet vom ZfE gemeinsam mit der Universität Rostock Service GmbH und dem Unisphere Innovation Campus (UIC). Tagsüber ging es in der Aula, im Konrad-Zuse-Haus und im Theater des Friedens um Forschungsförderung, Kapital und Märkte für Start-ups und um Impulse aus Forschung und KI. Ab 16 Uhr kamen alle im gemeinsamen Transferraum zusammen.
90 Sekunden für eine Idee
Am Abend gehörte die Bühne den Gründungsteams. Nach der Begrüßung durch die Rektorin der Universität und „City meets Innovation“ mit Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger hatte jedes Team beim Pitch Contest genau 90 Sekunden, um Publikum und Jury zu überzeugen. Das ist wenig, und genau das macht den Reiz aus: Wer seine Idee so knapp auf den Punkt bringt, hat sie wirklich verstanden.
Dieselbe Übung empfehle ich jedem Unternehmen, das über KI nachdenkt. Erst den Ablauf in zwei Sätzen beschreiben können, dann automatisieren. Wie das in der Reihenfolge aussieht, steht im KI-Fahrplan.
Die Ausgezeichneten
- Hauptpreis: ein von ECOVIS gestiftetes Beratungsbudget im Wert von 4.000 Euro. Gewonnen hat es Dr. Peter Sponholz mit Nexus Carbon vom Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT), einem An-Institut der Universität Rostock.
- Publikumspreis: Er ging an Lili Altrichter, Studentin der Universität Rostock, mit dem Team Titan-Netzstrukturen. Gemessen wurde ganz analog: an der Lautstärke des Applauses.
- EXIST-Gründungsstipendium: Oberbürgermeisterin Kröger überreichte dem Team regulation.wise um Dr. med. Janina Ihbe und Elizabeth Zimmermann den Zuwendungsbescheid über rund 140.000 Euro.
So steht es im Nachbericht der Universität Rostock, dort gibt es auch mehr zu den Teams und zum Tagesprogramm: „Pitch Perfect!“ beim ZfE . Alle drei Teams begleitet das ZfE auf ihrem weiteren Weg.
Mein Abend: Gespräche über KI
Für mich war der Abend vor allem eines: ein richtig guter Netzwerkabend. Ich bin mit verschiedenen Unternehmen ins Gespräch gekommen, und fast jedes Gespräch landete früher oder später bei KI. Mehrfach wurde ich angesprochen, weil man mich online schon als KI-Berater wahrgenommen hatte und meine Einschätzung zu bestimmten Fragen hören wollte. Das freut mich, denn genau dafür schreibe ich hier: damit aus Sichtbarkeit echte Gespräche werden. Mehr dazu im Beitrag Die Personenmarke als Türöffner.
Was in den Gesprächen konkret besprochen wurde, bleibt, wie es sich gehört, unter uns. Nur so viel: Es ging um mögliche Kooperationen und um weitere Veranstaltungen, die gerade in Planung sind. Ich freue mich sehr darauf.
Zwei Abende, eine Woche
Am Vorabend war ich noch in Schwerin, beim Clubabend des Baulöwen Business Club mit meinem Vortrag „Business Club Digital“. Dort ging es darum, wie ein Verein mit KI-Mitarbeitern arbeitet, hier um die Ideen, aus denen die Unternehmen von morgen werden. Zwei sehr unterschiedliche Abende mit derselben Erfahrung: Die spannendsten Fragen zu KI kommen im Gespräch, nicht auf der Folie.
Was ich mitnehme
Rostock hat eine lebendige Gründungsszene, und Forschung, Stadt und Wirtschaft sitzen hier tatsächlich an einem Tisch. Danke an das ZfE, die URSG und den UIC für die Organisation, und an alle, mit denen ich an diesem Abend sprechen durfte. Wer KI im eigenen Betrieb lieber sehen als nur hören möchte: Am 25. Februar 2027 lade ich wieder ins Chalet O ein.
Eindrücke vom Abend
Pitch, Preisverleihung, volles Haus — und ein kurzer Film vom Abend. Fotos und Video: Michael Selck, aus dem Publikum.




Passend dazu
Sichtbarkeit, der erste Schritt zu KI und wie ein KI-Team im Alltag arbeitet — drei Beiträge zu den Gesprächen des Abends.


