Rückblick · 6. Oktober 2026
Fotos und Video: Michael Selck
Ein Verein, der erst seit September im Register steht, ein Kooperationsvertrag, ein neuer Trainer — und am Tisch danach ein Gespräch über KI, das länger dauerte als geplant. Der Abend im See-Idyll war der Auftakt für etwas, das in Schwerin gerade erst anfängt.
Am 6. Oktober 2026 hat der Baulöwen Handballclub e.V. zum Auftakttreffen nach Schwerin eingeladen — direkt im Anschluss an mein Unternehmerfrühstück in Warnemünde am selben Tag. Der Handballclub ist jung: Seit dem 3. September 2026 steht er im Vereinsregister, als ausgegliederte Handballabteilung des Breitensportvereins Die Baulöwen e.V., der einmal aus einer Drachenboot-Mannschaft hervorgegangen ist und heute rund 275 Mitglieder zählt — bis hin zu Leistungssportlern, die 2026 für die deutsche Nationalmannschaft Medaillen geholt haben.
Unterschrift, Ehrung, Trainer
Der Abend hatte drei feste Punkte. Erstens die Unterschrift unter den Kooperationsvertrag beider Vereine: Wer den Handballclub unterstützt, unterstützt damit automatisch auch den Breitensport — Drachenboot eingeschlossen. Zweitens die Ehrung zweier Drachenboot-Sportler für eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison. Drittens die Vorstellung des neuen Trainers, der im Frühjahr nach Schwerin gezogen ist und jetzt den Aufbau der Mannschaft übernimmt — die Kaderplanung läuft, erste Gespräche sind geführt.
„Der Breitensportverein ist einmal hervorgegangen aus 20 Verrückten, die eine Drachenboot-Mannschaft gegründet haben — und das haben wir bis heute beibehalten.“
Den Zweck der Ausgliederung hat der Handballclub selbst so beschrieben: eine schlanke Struktur, die einen professionellen Handballbetrieb ermöglicht — ohne viele Beteiligte. Wer den Club unterstützt, ist damit zugleich Unterstützer des Breitensportvereins; das hält der Kooperationsvertrag nun schriftlich fest.
Was mir gefallen hat: Hier sitzen Unternehmerinnen und Unternehmer aus Schwerin und Umgebung zusammen, die einen Verein nicht nur sponsern, sondern ihn als Mitglieder tragen — und die ihre Wurzeln im Breitensport nicht vergessen.
Am Tisch: KI, Verwaltung und viel Papier
Danach wurde gegessen und geredet — und wie so oft landete das Gespräch bei der Digitalisierung. In der Runde saßen Menschen aus Betrieben und aus der Verwaltung, und beide Seiten hatten dieselbe Beobachtung: Vieles ist digital geworden, aber nicht unbedingt schneller. Formulare, die jedes Jahr dieselben Angaben abfragen. Dokumente, die digital ankommen und zur Sicherheit noch einmal ausgedruckt werden — so dass nach der Digitalisierung mehr Papier verbraucht wird als vorher.
Mein Beitrag dazu: Wir haben uns bei pxMEDIA fast alles selbst gebaut — erst ein Firmengehirn, dann einzelne KI-Mitarbeiter, die Aufgaben wirklich übernehmen, und inzwischen spreche ich den größten Teil des Tages mit meinem Rechner statt zu tippen. Für die Verwaltung gilt dabei eine Grenze, die auch richtig ist: KI darf vorbereiten, entscheiden muss ein Mensch. Spannend war die Gegenseite: Wenn die Vorbereitung fünfmal gestimmt hat, klickt man beim sechsten Mal durch. Genau deshalb braucht es Prozesse, die das Vier-Augen-Prinzip nicht dem Zufall überlassen.
Was ich mitnehme
Ein Verein, der sich schlank aufstellt, um professionellen Handball zu ermöglichen — und ein Netzwerk, das an einem Abend vom Kooperationsvertrag bis zur E-Signatur alles bespricht. Danke an den Baulöwen Handballclub für die Einladung und an das See-Idyll für den Rahmen. Ich bleibe dran.
Eindrücke vom Abend
Unterschrift am Stehtisch, Ehrung, Buffet — und ein kurzer Film vom Abend. Fotos und Video: Michael Selck.



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