Der Raum ist gebucht, das Team sitzt zusammen, vorne läuft eine beeindruckende Vorführung: Ein KI-Werkzeug schreibt in Sekunden einen Text, fasst ein Dokument zusammen, erstellt ein Bild. Alle nicken, einige machen Fotos vom Bildschirm. Drei Stunden später geht jeder zurück an seinen Platz – und am nächsten Morgen läuft alles genauso wie vorher. Das ist der häufigste Verlauf eines KI-Workshops im Mittelstand. Nicht, weil das Team kein Interesse hätte, sondern weil der Workshop nie mit dem eigenen Betrieb in Berührung gekommen ist.
Ein KI-Workshop für Unternehmen hat genau eine Aufgabe: Er muss dafür sorgen, dass danach gearbeitet wird. Nicht gestaunt, nicht diskutiert, nicht vertagt. Das gelingt in einem halben Tag, wenn drei Dinge stimmen – die Vorbereitung mit echten Abläufen, ein Aufbau, der vom Verstehen zum Entscheiden führt, und ein Ergebnis, das am Ende schriftlich auf dem Tisch liegt. Wie das konkret aussieht, beschreibe ich in diesem Beitrag. Er richtet sich an Geschäftsführer und Teams in Rostock, Mecklenburg-Vorpommern und Norddeutschland, die KI nicht vorgeführt bekommen, sondern im eigenen Alltag einsetzen wollen.
Workshop-Vorgespräch
Welche Abläufe gehören in Ihren KI-Workshop?
Bevor ein Workshop stattfindet, klären wir in einem kurzen Gespräch, welche Abläufe bei Ihnen am meisten Zeit kosten, wer am Tisch sitzen sollte und welches Ergebnis Sie am Ende in der Hand haben wollen.
Warum viele KI-Workshops im Unternehmen nichts verändern
Die meisten KI-Workshops, die ich in Unternehmen erlebe oder von denen mir berichtet wird, scheitern nicht am Inhalt. Sie scheitern daran, dass sie an der falschen Stelle beginnen. Sie beginnen beim Werkzeug: Was kann ChatGPT, was kann Copilot, was kann das neue Modell? Das ist interessant, aber es beantwortet nicht die Frage, die das Team eigentlich hat: Was bedeutet das für meine Arbeit am Dienstagvormittag?
Eine Vorführung erzeugt Staunen. Staunen ist kein schlechter Anfang, aber es ist ein flüchtiger Zustand. Wer danach an seinen Schreibtisch zurückkehrt, sieht dort dieselben Angebotsanfragen, dieselben Formulare, dieselben E-Mail-Verläufe wie vorher – und niemand hat ihm gezeigt, wie das Gesehene mit genau diesen Dingen zusammenhängt. Die Übersetzungsleistung vom Werkzeug zum eigenen Ablauf bleibt beim Einzelnen hängen. Und die erbringt im vollen Tagesgeschäft kaum jemand.
Dahinter steckt dasselbe Muster, das ich bei KI-Projekten insgesamt sehe: KI-Beratung beginnt nicht mit Tools, sondern mit Prozessen. Für einen Workshop gilt das erst recht. Ein halber Tag ist zu kurz, um ihn mit allgemeinen Möglichkeiten zu füllen. Er ist aber lang genug, um an den eigenen Abläufen zu konkreten Entscheidungen zu kommen.
Was ein KI-Workshop leisten muss: drei Ergebnisse am Ende des Tages
Bevor es um Vorbereitung und Ablauf geht, lohnt sich der Blick auf das Ende. Ein guter KI-Workshop lässt sich daran messen, was danach schriftlich vorliegt. Bei mir sind das immer drei Dinge:
- Eine priorisierte Liste von Anwendungsfällen. Nicht zwanzig Ideen auf Klebezetteln, sondern fünf bis acht bewertete Anwendungsfälle aus dem eigenen Betrieb, sortiert nach Nutzen und Machbarkeit – mit einem klaren ersten Kandidaten.
- Erste Regeln für den Umgang mit KI. Was darf in welche Werkzeuge, was auf keinen Fall? Wer prüft Ergebnisse, bevor sie nach außen gehen? Eine Seite, verständlich formuliert, vom Team mitentwickelt.
- Ein konkreter nächster Schritt. Ein Anwendungsfall, eine verantwortliche Person, ein Starttermin. Ohne diesen Punkt bleibt alles andere eine gute Absicht.
Wer diese drei Ergebnisse als Ziel festlegt, merkt schnell, dass sich daraus fast alles andere ableitet: wer teilnehmen muss, welche Unterlagen gebraucht werden und wie viel Zeit für Vorführungen bleibt – nämlich wenig.
Die Vorbereitung: echte Abläufe statt Folien
Der wichtigste Teil eines KI-Workshops findet vor dem Workshop statt. Etwa zwei Wochen vorher sammeln wir gemeinsam das Material, mit dem am Workshop-Tag gearbeitet wird. Das ist kein großer Aufwand, aber er entscheidet darüber, ob der halbe Tag trägt.
- Drei bis fünf echte Abläufe auswählen. Typische Kandidaten: die Angebotserstellung aus einer Kundenanfrage, das Beantworten wiederkehrender Fragen, das Protokollieren von Besprechungen, das Vorbereiten von Berichten, die Ablage von Belegen und Dokumenten. Entscheidend ist, dass diese Abläufe häufig vorkommen und heute spürbar Zeit kosten.
- Beispielunterlagen mitbringen. Zwei, drei reale Fälle pro Ablauf – eine typische Anfrage, ein typisches Angebot, ein typischer E-Mail-Verlauf. Personenbezogene Daten werden vorher geschwärzt oder durch Platzhalter ersetzt. Gearbeitet wird mit dem, was im Betrieb wirklich vorkommt, nicht mit Musterbeispielen aus dem Internet.
- Den Ist-Zustand grob beziffern. Wie oft kommt der Ablauf vor, wie lange dauert er ungefähr, wo hakt es? Eine Schätzung genügt. Sie ist später die Grundlage für die Priorisierung.
- Den Teilnehmerkreis festlegen. Am Tisch sitzen die Menschen, die die Abläufe täglich ausführen, und mindestens eine Person, die entscheiden darf. Sechs bis zwölf Teilnehmende sind ein guter Rahmen.
- Den Werkzeugstand klären. Welche KI-Werkzeuge nutzt das Team heute schon, offiziell oder inoffiziell? Diese Frage ist unangenehm, aber ehrlich beantwortet ist sie Gold wert – denn genau dort entstehen später die Regeln.
Oft zeigt sich schon in dieser Vorbereitung, wo das eigentliche Hindernis liegt: Viel Wissen steckt in Köpfen, auf Papier oder in einzelnen Postfächern. Das ist kein Grund, den Workshop zu verschieben, sondern ein wichtiger Befund. Was heute nur auf Papier steht, kann morgen keine KI nutzen – und genau diese Lücken werden im Workshop sichtbar.
Der Aufbau eines halben Tages
Ein halber Tag umfasst bei mir rund vier Stunden reine Arbeitszeit, plus Pause. Der Ablauf folgt einer einfachen Logik: erst verstehen, dann ausprobieren, dann bewerten, dann entscheiden. Jede Phase hat ein Zwischenergebnis.
- Einstieg und Ziel (ca. 20 Minuten). Warum sitzen wir hier, was soll am Ende vorliegen? Kurze Runde: Wo nutzt schon jemand KI, und was nervt im Alltag am meisten? Das Ziel des Tages wird sichtbar aufgehängt – die drei Ergebnisse von oben.
- Grundverständnis an eigenen Beispielen (ca. 40 Minuten). Was Sprachmodelle gut können, wo sie danebenliegen und warum man ihre Antworten prüfen muss – gezeigt nicht an Fantasiebeispielen, sondern an einer der mitgebrachten Unterlagen. Ein Abschnitt dazu, warum KI-Antworten manchmal falsch klingen und trotzdem überzeugend wirken, gehört immer dazu.
- Abläufe durchspielen (ca. 75 Minuten). Das Herzstück. In kleinen Gruppen nimmt sich jede Gruppe einen Ablauf vor: Wie läuft er heute Schritt für Schritt? An welchem Schritt könnte KI vorbereiten, sortieren, formulieren oder zusammenfassen? Wo muss ein Mensch entscheiden? Dann wird es konkret ausprobiert – mit den geschwärzten Beispielunterlagen und einem datenschutzkonform eingerichteten Werkzeug.
- Pause (ca. 15 Minuten). Ernst gemeint. Nach dem Ausprobieren braucht es einen Moment, bevor bewertet wird.
- Bewerten und priorisieren (ca. 45 Minuten). Die Gruppen stellen ihre Ergebnisse vor. Jeder Anwendungsfall wird nach denselben Kriterien eingeordnet. Am Ende steht eine Reihenfolge – und ein erster Kandidat.
- Regeln und nächster Schritt (ca. 40 Minuten). Aus dem, was beim Ausprobieren aufgefallen ist, entstehen die ersten Regeln. Dann wird festgelegt, wer den ersten Anwendungsfall verantwortet und wann es losgeht.
Auffällig ist das Verhältnis: Von vier Stunden entfallen weniger als eine auf Erklären und Zeigen. Der Rest ist Arbeit am eigenen Material. Genau dieses Verhältnis unterscheidet einen KI-Workshop von einer Schulung – und von einer Produktvorführung.
Ein KI-Workshop ist dann gut, wenn am Montag danach jemand eine Aufgabe anders erledigt als am Freitag davor.
Das Ergebnis: priorisierte Anwendungsfälle und erste Regeln
Damit die Priorisierung nicht zur Geschmacksfrage wird, bewerten wir jeden Anwendungsfall nach fünf einfachen Fragen:
- Häufigkeit: Kommt der Ablauf täglich, wöchentlich oder nur ein paar Mal im Jahr vor?
- Zeitaufwand: Wie viel Arbeitszeit steckt heute darin, über alle Beteiligten gerechnet?
- Prüfbarkeit: Lässt sich das Ergebnis der KI zuverlässig kontrollieren, bevor es nach außen geht?
- Datenlage: Liegen die nötigen Informationen digital und geordnet vor – oder müssen sie erst erschlossen werden?
- Risiko: Was passiert, wenn die KI einen Fehler macht? Ärgerlich oder folgenreich?
Ganz oben landen fast immer Abläufe, die häufig vorkommen, viel Zeit kosten, sich gut prüfen lassen und auf vorhandene Informationen zugreifen: das Vorbereiten von Angeboten, das Vorsortieren von Anfragen, das Zusammenfassen von Gesprächen. Welche Abläufe sich darüber hinaus lohnen, habe ich in Prozessautomatisierung im Mittelstand: Welche Abläufe sich zuerst lohnen ausführlich beschrieben.
Die ersten Regeln entstehen nicht aus einer Vorlage, sondern aus dem, was beim Ausprobieren passiert ist. Typischerweise gehören dazu:
- Welche Daten nicht in öffentliche KI-Dienste eingegeben werden – etwa Kundennamen, Gesundheitsdaten, Vertragsdetails oder Personalangelegenheiten.
- Welche Werkzeuge freigegeben sind und mit welchem Konto sie genutzt werden.
- Dass jedes KI-Ergebnis, das das Haus verlässt, von einem Menschen gelesen und verantwortet wird.
- Wann gekennzeichnet werden muss, dass ein Kunde mit einer KI kommuniziert.
- Wer im Betrieb Ansprechpartner für Fragen rund um KI ist.
Diese Regeln sind kein juristisches Gutachten, aber ein solider Anfang. Wer tiefer einsteigen will, findet die Datenschutzfragen in ChatGPT im Betrieb: erlaubt oder Datenschutz-Falle? und die rechtlichen Rahmenbedingungen in meinem Überblick zum EU AI Act. Dazu gehört auch, dass Unternehmen seit Februar 2025 dafür sorgen müssen, dass Mitarbeitende, die mit KI arbeiten, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Ein Workshop kann ein Baustein dafür sein – eine fortlaufende Befähigung des Teams ersetzt er nicht.
Nach dem Workshop: Vom Plakat in den Alltag
Der gefährlichste Moment eines KI-Workshops ist der Tag danach. Die Pinnwand ist fotografiert, alle waren angetan – und dann übernimmt das Tagesgeschäft. Deshalb endet ein guter Workshop nicht mit einer Ideenliste, sondern mit einem Termin für den ersten Anwendungsfall und einer Person, die ihn trägt.
Für diesen nächsten Schritt hat sich ein fester Zeitrahmen bewährt. Wie Sie den im Workshop gewählten Anwendungsfall in vier Wochen vom Plakat in den echten Betrieb bringen – mit Datenbasis, Test und Messung –, beschreibe ich in In 30 Tagen zum ersten produktiven KI-Anwendungsfall. Workshop und 30-Tage-Plan greifen ineinander: Der Workshop liefert die Entscheidung, der Plan die Umsetzung.
Und noch etwas gehört dazu: Ergebnisse festhalten. Ein kurzes Protokoll mit der priorisierten Liste, den Regeln und dem nächsten Schritt, verteilt an alle Teilnehmenden – spätestens zwei Tage nach dem Workshop. Was nicht aufgeschrieben ist, wird in drei Wochen unterschiedlich erinnert.
Typische Fehler bei einem KI-Workshop
Damit der halbe Tag nicht verpufft, hier die Stolpersteine, die mir am häufigsten begegnen:
- Tool-Vorführung ohne Bezug zum Betrieb. Die Klassiker: Gedichte schreiben lassen, Bilder generieren, Reisepläne erstellen. Unterhaltsam, aber ohne Verbindung zur Arbeit des Teams. Am Ende weiß jeder, was KI kann – aber nicht, was sie bei ihm tun soll.
- Keine Vorbereitung. Ohne mitgebrachte Abläufe und Beispielunterlagen bleibt nur das Allgemeine. Der halbe Tag geht mit Grundsatzfragen verloren.
- Die falschen Leute am Tisch. Nur Führungskräfte: Es fehlt das Wissen, wo es im Alltag hakt. Kein Entscheider: Es fehlt am Ende die Freigabe.
- Zu viele Ideen, keine Entscheidung. Eine Wand voller Klebezettel fühlt sich produktiv an. Ohne Bewertung und Reihenfolge bleibt sie Dekoration.
- Die Ängste nicht ansprechen. Hinter Zurückhaltung im Workshop steckt oft die unausgesprochene Frage, ob KI den eigenen Arbeitsplatz gefährdet. Wer sie offen anspricht, bekommt ein Team, das mitarbeitet statt abwartet.
- Zu groß gedacht. „Wie machen wir das ganze Unternehmen KI-fähig?“ ist keine Frage für einen halben Tag. Warum der Einstieg über einen einzelnen Ablauf gelingt, steht in Warum die meisten Unternehmer bei KI zu groß denken.
- Kein Termin danach. Wenn der Workshop ohne verantwortliche Person und Starttermin endet, ist er ein netter Vormittag gewesen. Mehr nicht.
KI-Workshop in Rostock und Norddeutschland: Für wen er sich eignet
Ein KI-Workshop im beschriebenen Format passt besonders gut zu kleinen und mittelständischen Unternehmen mit etwa zehn bis hundert Mitarbeitenden, in denen viele wiederkehrende Text- und Abstimmungsaufgaben anfallen – im Büro, im Vertrieb, in der Verwaltung, in der Projektabwicklung. Das gilt für Handwerksbetriebe ebenso wie für Kanzleien, Planungsbüros, Dienstleister, Händler oder Produktionsbetriebe.
Er eignet sich vor allem, wenn eine dieser Situationen auf Sie zutrifft:
- Einzelne im Team nutzen KI schon, aber jeder anders und ohne gemeinsame Regeln.
- Die Geschäftsführung spürt, dass KI relevant ist, weiß aber nicht, wo im eigenen Betrieb man anfangen sollte.
- Es gibt eine lange Liste möglicher Ideen, aber keine Entscheidung, womit begonnen wird.
- Ein KI-Projekt ist geplant, und das Team soll von Anfang an mitgenommen werden statt vor vollendete Tatsachen gestellt.
Weniger geeignet ist das Format, wenn Sie bereits mitten in der Umsetzung eines konkreten KI-Projekts stecken – dann braucht es eher Projektbegleitung als einen Workshop. Und wer nur einen allgemeinen Überblick über KI-Werkzeuge sucht, ist mit einem Vortrag oder einer Schulung besser bedient.
Ein Wort zum Ort: Ein KI-Workshop funktioniert am besten dort, wo gearbeitet wird – mit Zugriff auf die eigenen Unterlagen und ohne lange Anreise für das Team. Von Rostock aus begleite ich Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und Norddeutschland, von Schwerin und Wismar über Stralsund und Greifswald bis nach Hamburg. Wie ich als KI-Berater grundsätzlich arbeite, habe ich in Was macht ein KI-Berater? beschrieben.
Lässt sich ein KI-Workshop fördern?
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf den Zuschnitt an. Reine Schulungen und Trainings sind in der BAFA-Beratungsförderung in der Regel nicht förderfähig. Ist der Workshop dagegen Teil einer Beratung – also eingebettet in Prozessanalyse, Konzeption und einen Umsetzungsfahrplan –, kann er im Rahmen der geförderten Beratung stattfinden. In Mecklenburg-Vorpommern kann die BAFA-Förderung einen großen Teil der Beratungskosten abdecken; die Details stehen in BAFA-Beratungsförderung 2026: Was der Zuschuss für KI- und Digitalisierungsberatung bringt.
Zwei Punkte sind dabei entscheidend: Der Antrag kommt vor der Beratung, nicht danach. Und Förderbedingungen ändern sich – sie müssen vor Projektbeginn geprüft werden. Wer mit dem Gedanken spielt, sollte das im Vorgespräch klären, nicht im Nachhinein.
Der nächste Schritt
Wenn Sie einen KI-Workshop für Ihr Team planen, fangen Sie nicht mit der Frage an, welches Werkzeug vorgeführt werden soll. Fangen Sie mit der Frage an, welche drei Abläufe in Ihrem Betrieb heute am meisten Zeit kosten – und wer die Menschen sind, die sie jeden Tag erledigen. Aus dieser Frage entsteht ein Workshop, nach dem gearbeitet wird.
Ich bin selbst Unternehmer und baue in unseren eigenen Firmen genau die Abläufe mit KI um, über die ich in solchen Workshops spreche. Wenn Sie mögen, schauen wir gemeinsam auf Ihre Ausgangslage, wählen die passenden Abläufe aus und legen fest, was am Ende des halben Tages auf dem Tisch liegen soll. Schreiben Sie mir über das Kontaktformular, und wir besprechen Ihren KI-Workshop.
Häufige Fragen zum KI-Workshop für Unternehmen
Was ist ein KI-Workshop für Unternehmen?
Ein KI-Workshop für Unternehmen ist ein moderiertes Arbeitstreffen, in dem ein Team an den eigenen, echten Abläufen herausarbeitet, wo Künstliche Intelligenz konkret entlasten kann. Anders als eine Schulung oder Tool-Vorführung endet ein guter KI-Workshop mit greifbaren Ergebnissen: einer priorisierten Liste von Anwendungsfällen, ersten Regeln für den Umgang mit KI im Betrieb und einem klar benannten nächsten Schritt mit Verantwortlichem.
Reicht ein halber Tag für einen KI-Workshop?
Für den Einstieg ja, wenn der Workshop gut vorbereitet ist. Rund vier Stunden reichen, um drei bis fünf echte Abläufe durchzuspielen, Anwendungsfälle zu bewerten und erste Regeln festzulegen. Voraussetzung ist, dass die Abläufe und Beispielunterlagen vorher gesammelt wurden. Ohne Vorbereitung geht der halbe Tag mit Grundsatzdiskussionen und allgemeinen Vorführungen verloren.
Wer sollte an einem KI-Workshop teilnehmen?
Idealerweise sechs bis zwölf Personen: die Geschäftsführung oder eine entscheidungsbefugte Person sowie die Mitarbeitenden, die die betrachteten Abläufe täglich ausführen. Gerade die Menschen aus dem Tagesgeschäft wissen, wo Zeit verloren geht und welche Sonderfälle es gibt. Ein Workshop nur mit Führungskräften bleibt oft zu abstrakt, einer ohne Entscheider endet ohne Beschluss.
Was ist das Ergebnis eines KI-Workshops?
Am Ende stehen drei Dinge: eine nach Nutzen und Machbarkeit priorisierte Liste von Anwendungsfällen, erste schriftliche Regeln für den Umgang mit KI im Betrieb, etwa welche Daten nicht in öffentliche KI-Dienste gehören und wer Ergebnisse prüft, sowie ein konkreter erster Anwendungsfall mit verantwortlicher Person und Termin für den Start.
Kann ein KI-Workshop gefördert werden?
Das hängt vom Zuschnitt ab. Reine Schulungen sind in der BAFA-Beratungsförderung in der Regel nicht förderfähig. Ist der Workshop Teil einer Beratung, in der Abläufe analysiert und ein Konzept erarbeitet werden, kann er im Rahmen der geförderten Beratung stattfinden. Die Fördervoraussetzungen ändern sich und müssen vor Projektbeginn geprüft werden; der Antrag kommt immer vor der Beratung.