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Digitalisierungsberater

Ein Digitalisierungsberater hilft Unternehmen herauszufinden, welche digitalen Schritte sich im eigenen Betrieb lohnen, in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind und wie sie umgesetzt werden – unabhängig von einzelnen Softwareanbietern.

Was bedeutet Digitalisierungsberater?

Digitalisierung heißt im Betrieb selten „neue Software kaufen“. Meistens heißt sie: Abläufe, die heute über Papier, Zuruf, Excel und Postfächer laufen, so neu ordnen, dass Informationen einmal erfasst werden und dann überall da sind, wo sie gebraucht werden. Genau an dieser Stelle arbeitet ein Digitalisierungsberater. Er nimmt die wichtigsten Abläufe eines Unternehmens auf, zeigt, wo Zeit, Geld und Wissen verloren gehen, bewertet die möglichen Schritte und legt eine Reihenfolge fest, die zum Betrieb passt.

Der Begriff ist nicht geschützt. Darum lohnt der Blick auf die Abgrenzung: Ein IT-Dienstleister sorgt dafür, dass Technik läuft – Netzwerk, Server, Sicherheit, Lizenzen. Eine Agentur setzt sichtbare Maßnahmen um, etwa Website oder Kampagnen. Ein Digitalisierungsberater klärt vorher, welche Schritte für das Geschäftsmodell überhaupt sinnvoll sind, und begleitet danach die Umsetzung – ohne selbst an einem bestimmten Produkt zu verdienen.

Typische Leistungen sind eine Bestandsaufnahme der Prozesse, eine Bewertung nach Nutzen und Aufwand, ein Fahrplan mit Prioritäten, die Auswahl passender Werkzeuge, Datenschutz- und Schulungsfragen und die Begleitung in den ersten Umsetzungsmonaten. Gute Berater arbeiten mit Kennzahlen: Wie viele Stunden kostet ein Ablauf heute, wie viele danach, und was ist das im Jahr wert?

Digitalisierungsberater in der Praxis

  • Handwerksbetrieb mit 18 Mitarbeitenden: Aufträge kamen per Telefon, wurden auf Zettel notiert und abends ins Büro getragen. Nach der Bestandsaufnahme lief die Auftragsannahme über ein gemeinsames digitales Formular, das Zeiterfassung und Rechnung gleich mit vorbereitet. Das Büro spart mehrere Stunden pro Woche, die Rechnungen gehen Tage früher raus.
  • Dienstleister mit Angebotsstau: Angebote wurden jedes Mal neu in Word gebaut. Der Berater hat die 20 häufigsten Positionen in Bausteine zerlegt und einen Angebotsprozess mit Vorlagen und Freigabe eingeführt – aus zwei Tagen Angebotszeit wurden zwei Stunden.
  • Produktionsbetrieb mit Insellösungen: Warenwirtschaft, Buchhaltung und Versand liefen in drei Systemen, die sich nicht kannten. Statt alles auszutauschen wurden Schnittstellen und eine klare Datenhoheit festgelegt; der Mehrfacherfassung folgte eine einzige Quelle je Information.

Mein Bezug

Ich arbeite seit 17 Jahren als Unternehmer und berate von Rostock aus Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Norddeutschland – als Digitalisierungsberater, der Strategie, Förderung und Umsetzung zusammen denkt. Der Unterschied zu einer reinen Analyse: Ich habe die Abläufe, über die wir sprechen, in meinen eigenen Firmen selbst eingeführt.

Beratung ist für kleine und mittlere Unternehmen förderfähig: Über das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ werden in Mecklenburg-Vorpommern 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten bezuschusst, bemessen an höchstens 3.500 Euro netto je Beratung. Der Antrag wird vor Beratungsbeginn gestellt; die Beratung selbst bleibt von jeder Umsetzung getrennt. Ich bin als Berater akkreditiert und prüfe die Förderfähigkeit mit Ihnen vorab. Wie eine Digitalisierungsberatung abläuft und was sie kostet, habe ich im Blog ausführlich beschrieben.

Erstgespräch

Wo lohnt sich der erste Digitalisierungsschritt in Ihrem Betrieb?

Im Erstgespräch klären wir Ihre Ausgangslage, den Ablauf, der Sie heute am meisten Zeit kostet, und ob eine geförderte Beratung für Sie der richtige Weg ist.

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Häufige Fragen

Was macht ein Digitalisierungsberater konkret?

Er nimmt die wichtigsten Abläufe eines Unternehmens auf, bewertet, welche digitalen Schritte sich lohnen, legt eine Reihenfolge fest und begleitet die Umsetzung. Er verkauft keine Software, sondern sorgt dafür, dass die richtigen Entscheidungen in der richtigen Reihenfolge fallen.

Worin unterscheidet sich ein Digitalisierungsberater von einem IT-Dienstleister?

Der IT-Dienstleister hält Technik am Laufen – Netzwerk, Server, Sicherheit. Der Digitalisierungsberater klärt vorher, welche Abläufe digitalisiert werden sollten und womit, und misst danach, ob es gewirkt hat. Beide ergänzen sich.

Wird eine Digitalisierungsberatung gefördert?

Ja. Kleine und mittlere Unternehmen können über das BAFA-Programm einen Zuschuss zur Beratung erhalten – in Mecklenburg-Vorpommern 80 Prozent der förderfähigen Kosten bis zu einer Bemessungsgrundlage von 3.500 Euro netto. Wichtig: Antrag vor Beginn, Beratung getrennt von Umsetzung.